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| Mittelständler: Unternehmen mit individuellem Stempel |
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Von Nicola Holzapfel
Süddeutsche Zeitung
Wenn der Job stimmt, sind weder Name noch Größe des potenziellen Arbeitgebers ausschlaggebend, sollte man meinen. Doch viele Bewerber blenden bewusst oder unbewusst mittelständische Unternehmen aus. […]
Nach einer Umfrage des trendence-Instituts möchten […] nur 22,8 Prozent der Absolventen ihre Karriere in einem mittelständischen Unternehmen starten. 34 Prozent setzen gezielt auf Großunternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern. Nur 14 Prozent der Befragten gaben an, keine Präferenz zu haben."Es gibt Studierende, die lieber zu Großunternehmen gehen, weil sie dann einen Namen vorzuweisen haben. Sie denken, dass sie es dann leichter haben, später den Job zu wechseln", sagt Michael Schwartz vom Verein Deutscher Ingenieure. Dabei kommen am Ende auch die meisten Ingenieure bei Mittelständlern unter. […].
Nach einer Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die allerdings noch aus dem Jahr 2000 stammt, ist der Anteil der unbesetzten Akademikerstellen im Mittelstand höher als in großen Firmen. "Im Moment spielt sich das natürlich auf einem niedrigeren Niveau ab, aber kleinste und kleine Unternehmen haben nach wie vor größere Schwierigkeiten, freie Akademikerstellen zu besetzen", sagt Rosemarie Kay vom Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. "In den vergangenen zwei, drei Jahren gab es auch im Mittelstand Jobabbau, es wurden mehr Arbeitnehmer entlassen als eingestellt. Inzwischen deuten einige Umfragen daraufhin, dass die Talsohle durchschritten ist, und dass langsam wieder ein Beschäftigungsaufbau stattfindet."
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