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Zum Projekt TOP 100 Zum Projekt ETHICS IN BUSINESS
Süddeutsche Zeitung


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  Ehre, wem Ehre gebührt:
Die Kategoriesieger
 
 
  Sechs Bereiche des Personalmanagements untersucht die wissenschaftliche Leitung bei TOP JOB: Führung & Vision, Motivation & Dynamik, Kultur & Kommunikation, Mitarbeiterentwicklung & -perspektive, Familien- & Sozialorientierung (zukünftig Familienorientierung & Demografie) sowie Internes Unternehmertum.

In jedem dieser Bereiche erreichte ein Teilnehmer die höchste Punktzahl und sicherte sich so den Kategoriesieg.

   
                 
  
 
 
Andreas Pichler, Direktor Human Resources  
 
 
Führung & Vision: Orsay GmbH

In dieser Kategorie wird die Fähigkeit der Führungskräfte untersucht, ihre Mitarbeiter für neue Ideen und Visionen zu begeistern und das Unternehmen so gemeinsam zum Ziel zu führen. Die Orsay GmbH verdankt ihren Erfolg in diesem Bereich der klaren und transparenten Formulierung der Unternehmensvision sowie ihrer konsequenten Vermittlung durch die Führungskräfte. „Bei Orsay hat uns vor allem beeindruckt, wie mustergültig die Geschäftsführung und die erste Managementebene die Vision in das Unternehmen hineingetragen haben,“ erläutert die wissenschaftliche Leiterin Prof. Dr. Heike Bruch. So haben die Führungskräfte im vergangenen Jahr in über 300 Meetings und unter Einbeziehen aller Filialen die Vision an jeden der insgesamt 2.500 Mitarbeiter vermittelt: Arbeitsbedingungen zu schaffen, bei denen jedes Teammitglied seine individuellen Fähigkeiten einbringen und entfalten und somit seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet.

Porträt Orsay GmbH

   
                 
  
 
 
Geschäftsführer Michael Kresse  
 
 
Motivation & Dynamik: Serview GmbH

Arbeitgeber, die bei TOP JOB erfolgreich sind, schaffen es auf vorbildliche Art und Weise, die Potenziale ihres Unternehmens und ihrer Mitarbeiter freizusetzen. Bei der Serview GmbH hat die wissenschaftliche Leitung insbesondere das hohe Maß an positiver Energie überzeugt, das im Unternehmen herrscht und „das die insgesamt 34 Mitarbeiter beflügelt und zu Höchstleistungen motiviert“, so Prof. Dr. Heike Bruch. Durch anpassungsfähige Strukturen, eine klare Strategie und eine vertrauensvolle, gleichwohl leistungsorientierte Kultur gelingt es, die Dynamik im Unternehmen dauerhaft auf hohem Niveau zu halten. Maßgeblich verantwortlich hierfür ist die ungewöhnlich stark ausgeprägte Feedbackkultur. So erhalten die Beschäftigten beispielsweise jeden Monat eine Fremdbewertung und nehmen eine Selbstbewertung vor. Aber auch der Erholungsfaktor wird nicht vernachlässigt. Denn die Frage, wie sinnvoll der einzelne Mitarbeiter mit seiner Energie umgeht, ist ein wichtiger Aspekt des Personalmanagements bei Serview.

Porträt Serview GmbH

   
                 
  
 
 
Geschäftsführung Müller Präzision GmbH  
 
 
Kultur & Kommunikation: Müller Präzision GmbH

Die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber ist in einer positiven Unternehmenskultur begründet. Die Müller Präzision GmbH hat insbesondere mit der Offenheit gepunktet, die sie den Mitarbeitern gegenüber an den Tag legt. „Denn die Verantwortlichen ermöglichen der Belegschaft immer und überall einen vollen Überblick über die Performance des Unternehmens“, so Prof. Dr. Heike Bruch. Die insgesamt 241 Mitarbeiter können am Bildschirm ständig alle wichtigen Informationen und finanziellen Kenngrößen des Unternehmens abrufen – sogar den Gewinn. Dieser vertrauensvolle Umgang mit der Belegschaft spiegelt sich ebenso bei der Einführung eines Beteiligungssystems wider. Das System wurde vor Kurzem und zunächst auf Probe installiert und soll nur dann beibehalten werden, wenn sich die Mitarbeiter nach zwei Jahren in einer Abstimmung dafür aussprechen. Die Kultur bei Müller Präzision ist in einem Verhaltenskodex niedergeschrieben und Bestandteil der monatlichen Förder- und Fordergespräche. Auch die Führungskräfte erhalten monatlich Feedback im sogenannten „Führungsspiegel“.

Porträt Müller Präzision GmbH

   
                 
  
 
 
Personalleiter Michael Ecker  
 
 
Mitarbeiterentwicklung & -perspektive:
DORMA GmbH + Co. KG

„Die DORMA GmbH + Co. KG überzeugte insbesondere durch die Qualität und die Quantität der Strategien und Angebote, mit denen das Unternehmen seine insgesamt 2.598 Mitarbeiter dazu motiviert, sich beruflich und privat weiterzuentwickeln“, erläutert Prof. Dr. Heike Bruch. So möchte DORMA beispielsweise zukünftig seine Strategieentwicklung dezentral organisieren und setzt daher konsequent auf eine umfassende und systematische Ausbildung seiner Führungskräfte in diesem Bereich. Nach einem zweijährigen, intensiven Entwicklungsprogramm für Nachwuchsführungskräfte werden die Jungmanager, die bei DORMA übrigens zum überwiegenden Teil aus den eigenen Reihen stammen, in ihren ersten Jahren mit Gruppen-Supervision, Einzelcoachings und gezielten Trainingsinputs unterstützt. Im Fokus der Fördermaßnahmen stehen die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Potenziale jedes Einzelnen. Dieser Ansatz ist auch der Kerngedanke des bei DORMA praktizierten Führungsmodells „situatives Führen“: Regelmäßige Mitarbeitergespräche geben den Vorgesetzten Aufschluss über die aktuelle Situation des Beschäftigten und seine Leistung. Und der Mitarbeiter beurteilt im Gegenzug die Leistung seines Chefs.

Porträt DORMA GmbH + Co. KG

   
                 
  
 
 
Geschäftsführerin Ulrike Lerchl  
 
 
Familien- & Sozialorientierung:
Oberüber | Karger Kommunikationsagentur

TOP JOB-Unternehmen sollten nicht nur den Bedürfnissen ihrer Beschäftigten als Mitarbeiter gerecht werden, sondern auch deren Bedürfnissen als Familienmitglieder und Privatmenschen. Darüber hinaus wird in dieser Kategorie untersucht, inwieweit sich ein Unternehmen über das Alltagsgeschäft hinaus gesellschaftlich engagieren. Bei Oberüber | Karger ist eine aktive Work-Life-Balance tief in der Unternehmenskultur verankert. „Das ist speziell in der Kommunikationsbranche eine echte Seltenheit“, betont Prof. Dr. Heike Bruch. Zwar werde auch in Dresden unkonventionell gearbeitet, bei Bedarf auch sonntags oder bis in den späten Abend. Auf der anderen Seite setzt sich die Geschäftsführung stark dafür ein, ein positives soziales Umfeld für ihre 16 Mitarbeiter zu schaffen. So übernimmt der Arbeitgeber beispielsweise die Kosten für eine notwendige Kinderbetreuung seiner Angestellten. Ein weiterer wichtiger Grund für die Auszeichnung ist das Projekt „Courage“. Mit der Pro-bono-Kampagne engagiert sich die Agentur gegen die erstarkende rechtsradikale Szene in Sachsen und übernimmt so tatkräftig soziale Verantwortung für die Gesellschaft und das Land.

Porträt Oberüber | Karger Kommunikationsagentur

   
                 
  
 
 
Geschäftsführer Matthias Krieger  
 
 
Internes Unternehmertum:
Krieger + Schramm GmbH & Co. KG

Interne Unternehmer sind Mitarbeiter, die so arbeiten, als würde ihnen das Unternehmen gehören. Dadurch sind sie eine wesentliche, wenn nicht gar entscheidende Quelle für Innovationen. „Vorbildlich bei Krieger + Schramm ist, wie intensiv die 51 Mitarbeiter in die Fortentwicklung des Unternehmens eingebunden sind“, konstatiert Prof. Dr. Heike Bruch. So steht beispielsweise in den wöchentlichen Bauleitersitzungen der Punkt „Verbesserungsvorschläge“ als erster Punkt auf der Tagesordnung, die Bauleiter müssen zu jedem Meeting neue Ideen mitbringen. Die Bewertung der Vorschläge erfolgt sofort in der Runde, wobei sich die Geschäftsführung bewusst aus der Entscheidung heraushält. Kapital für die Umsetzung der beschlossenen Ideen ist als Posten im Investitionsplan des Unternehmens vorgesehen. Überdies erhalten die Bauleiter und ihre Teams für angenommene Ideen eine Prämie. Ein weiteres wichtiges Instrument der Personalarbeit ist der „Talentepool“. Mit ihm hat man die Stärken der Mitarbeiter identifiziert und anschließend die Arbeit in den Abteilungen entsprechend umorganisiert. Parallel dazu sorgen Jahres- und Lebens-Arbeitszeitkonten dafür, dass es in der Firma keine saisonbedingten Entlassungen gibt.

Porträt Krieger + Schramm GmbH & Co. KG 

 

   
                 
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