Die Unternehmensvergleichsstudie ETHICS IN BUSINESS untersucht, inwieweit mittelständische Betriebe über gesetzliche Bestimmungen hinaus nach ethischen Maßstäben handeln. Die oekom research AG hat hierfür einen Fragebogen entwickelt, der folgende Bereiche abdeckt: Betrieblicher Umweltschutz, Ökologische Produkt- und Dienstleistungsgestaltung, Externe Partner und Gesellschaft sowie Umgang mit Mitarbeitern.
Es folgt eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse. Die gesamte Auswertung ist im Buch ETHICS IN BUSINESS 2005 – Vorreiter ethischen Handelns veröffentlicht. Dies ist im Buchhandel, bei allen gängigen Onlineshops oder direkt über diesen Link erhältlich.
Das Team von oekom
Gewinn und Moral schließen sich nicht aus
„Ethisches Handeln in der Wirtschaft ist ein zentraler Baustein für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens“, so die Bilanz des Augsburger Universitätsprofessors Dr. Bernd Wagner. Durchschnittlich erzielten die untersuchten Mittelständler in den letzten zwei Jahren eine Wachstumsrate von 28,5 Prozent des Umsatzes. Gut zwei Drittel von ihnen konnten in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit Arbeitsplätze schaffen. Zwei der fünf besten Teilnehmer hatten im letzten Jahr Redkordgewinne zu verzeichnen.
Auf der anderen Seite haben 90 Prozent der Betriebe Maßnahmen getroffen, um Ressourcenverbrauch und Emissionen zu verringern. Und alle zeigen großes soziales Engagement. Potenziale bestehen jedoch auch bei diesen Vorzeigeunternehmen. Wagner fordert deshalb ein systematischeres Vorgehen sowie eine selbstbewusste Darstellung des eigenen Wirkens. Zudem sei der Vergleich mit anderen unerlässlich.
Viele Fragen weisen den Weg
Der Bewerbungsbogen – als Einstiegshürde konzipiert – veranlasste die Mittelständler, kritisch die eigenen Unternehmensstrukturen auf ethische Belange abzuklopfen. Etwa 500 Interessenten hatten sich intensiv mit dem Fragebogen auseinandergesetzt, 67 Bewerber nahmen nach einem eingehenden Selbstcheck die Herausforderung an, 41 Unternehmen hielten der Überprüfung stand.
Die beachtliche Leistung der Teilnehmer zeigt, dass es sich hier um „Spitzenunternehmen“ handelt, die schon seit längerem an der Integration sozialer und ökologischer Aspekte in die Geschäftsaktivitäten arbeiten. Zumeist haben verantwortlich denkende Führungspersönlichkeiten ihre Vision ethischen und nachhaltigen Wirtschaftens umgesetzt und dabei die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesteigert.